Wer das Unerwartete nicht erwartet, wird ihm nie begegnen.

Heraklit

Luftwirbel

In einer Werkhalle der großen Flugzeugfirma Boeing soll der Spruch stehen (natürlich auf englisch):

Unsere Ingenieure haben ausgerechnet, dass eine Hummel nicht fliegen kann.


hummel

Hört sich richtig sympathisch an, wie Wissenschaftler sich selbst auf die Schippe nehmen können. Sie spüren offenbar, dass es noch Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die wir mit unseren begrenzten Sinnen und Messgeräten nicht erkennen können. Es ist gerade die Natur, die uns nach Abermillionen von Jahren “Entwicklungsarbeit” Lösungen präsentiert, von denen unsere Techniker bestenfalls träumen. Viktor Schauberger setzte hier an und prägte sein Leitmotiv: Die Natur kapieren – dann kopieren.

Es waren sicher bereits Wirbelstürme vor Katrina, die den Regisseur Andreas Linke bei seinem TV-Film “Tornado – Der Zorn des Himmels” inspirierten. Welche Kräfte können sich in einem Luftknäuel manifestieren! Vielleicht kann man ja diese Kräfte domestizieren und zur Energiegewinnung nutzen. Wirbel in der Technik zeigt Möglichkeiten, den Wirbel für uns arbeiten zu lassen. Ein Gerät, in dem einem künstlich erzeugten Wirbel Energie entzogen wird, gibt es noch nicht bzw. ist mir nicht bekannt. Aber es hat seinen Reiz.

Also Aufgabe Nr. 1: Einen künstlichen Tornado erzeugen!

lavoskop
Bild: Wirbelkammer

Die Wirbelkammer ist eine Möglichkeit. Gefunden habe ich ein Modell dazu auf der Webseite www.tornadoproject.com. In der Praxis war es für mich gar nicht so einfach, so eine funktionstüchtige Kammer zu bauen. Aber da ist sie. Aufwand an Energie für die Erzeugung des Wirbels: ca. 50 Watt.

Weitere Versuche gehen dahin, den Tornado zu stabilisieren, bis er sich wie in der Natur selbst verstärkt, genau – um den Energieeinsatz zu reduzieren. Zu sehen ist das bereits auf einer australischen Webseite, aber die haben offenbar mehr das künstlerische vor Augen, den Blickfang.

Ranque-Hilsch-Rohr

Dieses Rohr ist eine faszinierende Erfindung. Deshalb habe ich mir ein solches Rohr bestellt und den unten gezeigten Versuch aufgebaut mit zwei Temperaturmessungen und einem Manometer. Es ist das kleinste verfügbare Exemplar und trotzdem kommt man problemlos auf -25°C. Welches Potenzial steckt wohl noch in diesem Gerät?

ranque-hilsch-rohr
Bild: Ranque-Hilsch-Rohr

Wasserwirbel

Schon beim Tee Einschenken sehen wir: Irgendeine geheimnisvolle Kraft hält den Fllüssigkeitsstrahl zusammen. Weiter vorn habe ich schon vermutet, welcher Hexenmeister das sein könnte. Vielleicht ist es ja tatsächlich ein Naturgesetz, dass alle Flüssigkeiten bis zu einer gewissen Viskosität wirbeln, spätestens wenn sie sich in Bewegung setzen.

Vielleicht aber auch schon vorher. Wenn nämlich auf Grund von Temperaturunterschieden der Wärmeausgleich Konvektionsvorgänge erzeugt. Hierzu gibt es eine eindrucksvolle Geschichte von Theodor Fontane in seinem Buch “Der Stechlin”.

In einem Teich (sog. Ödsee) werden darauf schwimmende Äste und sogar Baumstämme bei bestimmten Wetterverhältnissen erst zur Mitte und dann in einem großen Wirbel in die Tiefe gezogen. Nach einer geraumen Zeit speit das Gewässer mit gewaltigem Donnern alles verschlungene Gehölz wieder aus und wirft es viele Meter in die Höhe.

Für mich heißt das zuerst: Die Wirbel in Flüssigkeiten beobachten. Da kam mir das Lavoskop, gebaut von Felix M. Hediger, Berlin, gerade recht. Hierin lässt sich ein Wasser/Luft-Wirbel sehr schön beobachten:

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Bild: Lavoskop

Wassertrichter

Viktor Schauberger hat sich oft mit dem Einwirbeln von Flüssigkeiten, vor allem von Wasser, beschäftigt, da das seine Eigenschaften sehr verbessern soll. Der Wirbeltrichter muss hyperbolische Form haben und das Wasser wird tangential eingestrahlt, wie auf dem Bild schön zu sehen. Der Trichter ist aus Kupfer, da dieses Metall außerdem noch positive Auswirkungen auf die Pflanzen haben soll.
Nach Aussage des Teichbesitzers ist nach ca. vier Wochen Betrieb die Qualität des Wassers (kleiner Gartenteich) viel besser, es ist deutlich klarer geworden und die Teichbewohner, eine Anzahl Kois, fühlen sich pudelwohl.

wirbeltrichter

Bild: Wirbeltrichter

Video des Wirbeltrichters


Kuduhorn

Wirbel kann man auch am Kuduhorn beobachten. An sich nichts Spektakuläres, und ich weiß nicht einmal, inwieweit mein Versuchobjekt bearbeitet ist. Interessant ist es vor allem deshalb, weil Viktor Schauberger in der dem Kuduhorn nachempfundenen Form des Doppeldrallrohrs spezielle Wasserfließeigenschaften vermutete:

kuduhorn
Bild: Kuduhorn

Lässt man Wasser durch das Horn laufen bildet sich ein eigenartiger Strahl aus. Er ist ganz flach gleich von der Öffnung an und löst sich dann in Tropfen auf, die auf einer wirbelförmigen Bahn kreisen.

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Bild: Wasserstrahl aus dem Kuduhorn

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Bild: Wasserstrahl aus Kuduhorn mit Blitz fotografiert