EVM-Tipps
Der Energieverbrauch pro Einwohner ist über unsere Erde höchst ungleich verteilt. Es ist bekannt, dass in den sieben wirtschaftlich am höchsten entwickelten Ländern auch die meiste Energie pro Kopf verbraucht wird. Hinzu kommt eine Korrelation zum Lebensstandard, der ordentlich in die Statistik eingeht (eigener PKW, Haushaltsgeräte, Flugreisen, öffentliche Infrastruktur u.ä.). Beschränken wir uns auf dieser Seite auf den persönlichen Konsum von Energie, weil hier jeder Einzelne seinen Beitrag leisten kann. Hauptverbräuche sind:
- Eigener PKW (Benzin, Diesel, Rohstoffe)
- Heizung (Oel, Gas, Elektroenergie)
- Haushaltsgeräte wie Herd, Kühlschrank, Fernseher, Computer,
- Weitere elektrische und elektronische Geräte (Elektroenergie)
- Reisen mit dem Flugzeug (Flugzeugbenzin)
Der erste Schritt zur Verleihung des Ehrentitels “Energieverbrauchsmuffel” ist der “gefühlte Energieverbrauch”. Genauso wie man im Restaurant, im Geschäft beim Einkaufen, bei kleineren und größeren Anschaffungen stets den Preis ‘fühlt’ im Verhältnis zum Einkommen, sollten wir ein “Energieverbrauchsgefühl” – EVG – entwickeln. Unser Körper hat dieses Gefühl, bei größerer Anstrengung kommt man außer Puste oder es folgt gar ein Muskelkater, im schlimmsten Fall gibt es einen Ermüdungsbruch an einem hoch beanspruchten Knochen. Manche Autos verfügen über eine Kraftstoff-Momentan-Verbrauchs-Anzeige, die natürlich nichts über den Sinn der Fahrt aussagt. Ob die Heizung effektiv ist, die Wohnung gut isoliert, die Beleuchtung geeignet, geht allerdings völlig in dem Rechnungsbetrag am Monatsende oder ganz und gar erst am Jahresende unter. Und genau an dieser Stelle lohnt es sich, das o.g. EVG zu entwickeln und zu trainieren, erstens, weil es unsere Umwelt schont, zweitens, weil es bares Geld spart. Auf dieser Webseite sollen Vorschläge gesammelt werden, wie jeder von uns Energie, vor allem Elektroenergie sparsam anwenden kann, und wie man das EVG entwickeln kann.
Ein Beispiel:
Wenn wir unseren Standby-Verbrauch an unseren Haushaltsgeräten durch “vom Netz trennen” auf Null reduzieren, entsteht folgender Nutzen:
10 Watt pro Haushalt (ist niedrig angesetzt)
30 Millionen Haushalte,
ergibt 300 Mio. Watt = 300 000 Kilowatt = 300 Megawatt.
Diese Leistung nur 10 Stunden am Tag
(die meisten Geräte laufen viel länger im Standby)
ergibt 365 Tage x 3000 MWh = ca. 1,1Mio MWh.
Bei einem Preis von ca. 200 € / MWh (also 20 ct / kWh) Kosten für den Endverbraucher sind das ca. 220 Mio € weniger auf der Energierechnung.
Rechnen wir 3 € für eine abschaltbare Mehrfachsteckdose fallen bei 30 Millionen Haushalten 90 Mio € Investitionskosten an, d.h. wir haben eine Amortisationszeit von rund 5 Monaten.
Also jeder, der sich so eine Steckdose anschafft und den Fernseher, das Radio, vor allem den Computer mit allem, was drum und dran hängt konsequent abschaltet, hat seine Investition bereits nach wenigen Wochen wieder drin. Ganz Konsequente beziehen ihren Strom sowieso bei einem Atomkraft freien Stromanbieter wie zum Beispiel www.greenpeace-energy.de.
Schlussgedanke:
Klar können wir alle Verantwortung auf die Hersteller schieben. Sollen die doch energetisch günstige Geräte entwickeln, wir kaufen sie dann schon. Reicht nicht. Wir müssen danach fragen und Energiefresser mit einem Kaufbann belegen. Die deutsche Industrie weigert sich standhaft, Kraftstoff sparende Autos zu produzieren, weil wir sie nicht verlangen. Der Toyota Prius ist ein schönes Beispiel für die Anwendung Energie sparender Technologien (Wartezeit in den USA 2006 ca. fünf Monate). die deutsche Automobilindustrie hat diesen Trend völlig verschlafen. usw.
Vorschläge
Nr.1
Installation einer schaltbaren Mehrfachsteckdose am Computer, Drucker, Scanner usw.. Konsequentes Herunterfahren und Ausschalten bei Nichtbetrieb.
Ein Beispiel: Meine Radio- und Fernseher-Steckdose mit Messgerät: Standby-Verbrauch 41Watt. Das wären im Jahr rund 50 Euro für´n Ofen.

Bild 1: Standby an

Bild 2: Standby aus